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SUMMARY:Heinrich Vogeler und Georg Grosz - durch die Schrecken des Krieges 
 zur politischen Kunst
DESCRIPTION:Es gibt keinen Zweifel: George Grosz\, Heinrich Vogeler waren g
 roße Künstler\, politische und sozialistische Künstler. Sie wehrten sic
 h gegen Militarismus und Kriegsgefahr\, sie klagten Entrechtung und Klasse
 njustiz an\, sie wandten sich gegen Klassenjustiz und faschistische Gewalt
 . Vor dem ersten Weltkrieg waren beide Künstler noch abseits der fortschr
 ittlichen sozialen Bewegungen\, noch weit entfernt von den politischen Deb
 atten der Arbeiterbewegung um die Rolle der Kunst. Vogeler war ein herausr
 agender Vertreter des Jugendstils und Liebling des Bremer Bürgertums\, Gr
 osz\, eher ein freundlicher Satiriker im Stil des Simplizissimus. Das änd
 erte sich mit den Schrecken des Ersten Weltkrieges und der Perspektive ein
 er sozialistischen Utopie im Gefolge der Oktoberrevolution 1917. Es führt
 e zum Bruch bei beiden Künstlern – biographisch wie künstlerisch.\nGeo
 rge Grosz gründete mit anderen die „Novembergruppe“ im Kontext der de
 utschen Novemberrevolution und rief zur Tendenzkunst im Dienst der revolut
 ionären Sache auf. Er klagt mit seiner Kunst die Schattenseiten der Weima
 rer Republik an: Elend\, Armut\, Prostitution\, Kriegsgewinnler\, Bonzen u
 nd Bosse\, Militär und Militarismus.\nHeinrich Vogeler wandelt seine Juge
 ndstilvilla mit Park in eine spartanische Arbeitskommune\, eine Art kommun
 istische Insel im kapitalistischen Staat. Er schließt sich der Arbeiterbe
 wegung an und gestaltet seine Kunst nach den Lebensbedürfnissen des Prole
 tariats.\nWährend man Grosz noch so wie aus der Weimarer Republik kennt\,
  berühmt und berüchtigt\, spricht man bei Vogeler vom „Bruch“ eines 
 Träumers und sucht angestrengt nach Anzeichen seiner Distanzierung von de
 r KPD und der Sowjetunion. Das ist nur möglich bei Herauslösung aus dem 
 historischen Kontext: der Stärke der Linken in der Weimarer Republik und 
 ihrer engen Verbundenheit mit der Sowjetunion. Das soll im Vortrag begrün
 det und diskutiert werden.\n\nAngelina Sörgel\, Dr.\, Dipl.-Ök.\, geb.19
 48\, wiss. Mitarbeiterin an der Universität Bremen\, Referentin bei der A
 rbeiterkammer Bremen\, im Stab der Bürgermeister H. Scherf und J. Böhrns
 en\, Mitglied der Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik (bis 1991)\
 , Wissenschaftlicher Beirat des IMSF (bis 1989)\, Beirat Östliche Vorstad
 t\, Mitgründerin der Bremer Initiative gegen Bahnlärm (2010)\, Sonntagsm
 alerin\, zahlreiche wissenschaftliche Veröffentlichungen.
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