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 -des-100-todestages-von-w-i-lenin-1870-1924/
SUMMARY:Lenin - neu befragt. Aus Anlass des 100. Todestages von W.I. Lenin 
 (1870-1924)
DESCRIPTION:Jenseits des düsteren aktuellen Kriegshorizonts wollen wir den
  Blick zurücklenken auf die Geschichte der russischen Arbeiterbewegung un
 d die Rolle\, die Lenin in ihr gespielt hat.\n\nWir beginnen mit einer kur
 zen Darstellung der Besonderheiten des russischen Kapitalismus\, der\, ver
 stärkt seit Ende des 19. Jahrhunderts\, in einigen Regionen des Zarenreic
 hs zur Herausbildung einer neuen Klasse - des industriellen Proletariats -
  geführt hat. Seit den großen Petersburger Streikaktionen 1895 ist Lenin
  (Sohn eines in den erblichen Adelsstand erhobenen Schulinspektors im Gouv
 ernement Simbirsk) als Organisator\, Theoretiker und strategischer Denker 
 der russischen Arbeiterbewegung bekannt geworden. Skizziert werden seine K
 apitalismusanalyse (1900)\, seine - bereits damals Kontroversen auslösend
 e - Parteikonzeption ("Was tun?")\, die Spaltung der russischen Sozialdemo
 kratie (Bolschewiki versus Menschewiki) und die Haltung der Bolschewiki zu
 r Kolonialfrage. Ein besonderes Augenmerk wird auf das heute wieder aktuel
 le Problem von Krieg und Frieden gelenkt: Russisch-japanischer Krieg 1904/
 05\, Diskussion auf dem Stuttgarter Kongress der Zweiten Internationale 19
 07\, Kriegsbeginn 1914\, Zimmerwalder Bewegung 1915\, Imperialismusschrift
  1917\, Antikriegspolitik im Revolutionsjahr. Dann wird gefragt\, warum un
 d wie die Bolschewiki\, die Anfang 1917 nur eine kleine Minderheit darstel
 lten\, im Oktober die Sowjetmacht etablieren und im anschließenden Bürge
 rkrieg\, auch gegen starke ausländische Interventionsmächte\, verteidige
 n konnten. Schließlich: die große innenpolitische Wende vom "Kriegskommu
 nismus" zur "Neuen Ökonomischen Politik" 1921\, die neue Wege zum Aufbau 
 einer sozialistischen Gesellschaft zu eröffnen schien. Die letzten Schrif
 ten Lenins (u.a. sein "Testament") schwankten zwischen Hoffnung\, Zuversic
 ht\, Zweifeln und Befürchtungen. Sie stehen\, wie auch andere politische 
 Positionen Lenins\, bis heute in der Diskussion. Wir wollen diese fortfüh
 ren.\n\n&nbsp\;\n\nGert Meyer ist Politikwissenschaftler und Historiker. E
 r arbeitet vor allem zur Geschichte und zum politischen und gesellschaftli
 chen  System der UdSSR und Russlands im 20. Jahrhundert.
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