Plädoyer für einen radikalen Pazifismus

Wann

12. Januar 2027    
19:00

Wo

Villa Ichon
Goetheplatz 4, Bremen, 28203

Plädoyer für einen radikalen Pazifismus

Prof. (em) Dr. Dr. Ulrich Ruschig, Oldenburg

Herrschende Politiker beteuern, sie strebten nach Frieden. Da, so meinen sie, im Gegensatz zu ihnen die Politiker gegnerischer Nationen auf den Krieg hinarbeiten, müsse, wer den Frieden wolle, den Krieg vorbereiten. Freilich – die gegnerischen Politiker reden desgleichen, vertauschen lediglich die Rollen. Was läuft da verkehrt? Kapitalistische Staaten erachten es als von selbst verständlich, hochgerüstete Armeen zu unterhalten, ihre Konkurrenz durch militärische Stärke zu untermauern und ihre Interessen in letzter Instanz mit kriegerischer Gewalt durchzusetzen. Warum das so ist, warum die kapitalistische Produktionsweise aufgrund ihrer inneren Struktur kriegsträchtig ist und warum deswegen die Idee des Friedens radikal gedacht werden muss, dazu der Vortrag.

Ulrich Ruschig, Professor für Philosophie (i. R.) an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg. Forscht zur Marx’schen Theorie und dazu, wie und warum die kapitalistische Herrschaft die lebendige Natur ruiniert.

»›Es soll kein Krieg sein‹. Was Kant den heutigen Staatsführern ins Stammbuch geschrieben hätte.« In: Das Argument 344 Zeitschrift für Philosophie und Sozialwissenschaften, 66. Jahrgang (2026), Heft 1, 122-138.

Texte zum download: https://uol.de/ulrich-ruschig/dokumente